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Nervt dich regelmäßiges Lernen in der Schule oder Uni? Das ewige Auswendiglernen. Vokabeln pauken… Oder bist du schon raus und froh, niemals mehr etwas Lernen zu müssen?

Heute zeige ich dir eine neue Art des Lernens. Eine bei der du mit Spaß und Freude arbeiten kannst und dabei noch viel mehr behältst wir früher.

Vernetztes Lernen

Die meisten Menschen haben nie gelernt richtig zu lernen. Und gerade im Alter fällt dadurch das Lernen nochmal schwerer, als wie es in jungen Jahren der Fall war. In der Schule wird einem meist die lineare Methode gelehrt.

Als lineares Lernen verstehet man zum Beispiel das Vokabeln pauken. Man wiederholt so oft, bis es scheinbar im Gedächtnis gespeichert ist. Allerdings werden diese Informationen meist nur im Mittelgedächtnis und nicht im Langzeitgedächtnis gespeichert. Man konditioniert sein Gehirn sozusagen auf „wenn A, dann B“. Wenn diese Informationen nicht regelmäßig wiederholt werden, vergisst man sie sehr schnell wieder.

Die Lösung dabei ist das vernetzte Lernen. Hierbei wird das Wissen im Gehirn verankert und vernetzt. Die Informationen wird also nicht mit einer Information gekoppelt, sondern mit mehreren und ermöglicht somit einen variablen und schnelleren Zugriff auf das Wissen.

Strategien für vernetztes Lernen

 

Nutze Geschichten

Entwickle eine Geschichte mit den Informationen. Gerade beim Lernen einer neuen Sprache ist dies sehr sinnvoll. Nutze die vorhandenen Vokabeln und kreiere eine Geschichte. Durch eine Story hast du mehrere Ansatzpunkte um die gesuchten Vokabeln zu nutzen.

Am besten funktionieren übrigens verrückte und ausgefallene Geschichten. Je ausgefallener die Geschichte ist, umso besser wirst du dich an die Details erinnern. Unser Gehirn speichert gerne außergewöhnliches besser ab. Woran das genau liegt, werde ich dir in einem späteren Beitrag erklären.

 

Nutze alle 5 Sinne

Unser Gehirn verarbeitet Informationen, die über mehrere Sinneskanäle kommen, wesentlich besser. Einige Studien zeigen, dass wir Informationen in Abhängigkeit vom Inputkanal anders aufnehmen. Je nach Methode bleibt nur ein geringer Teil im Gehirn hängen.

  • Durch Lesen: 10 Prozent
  • Durch Hören: 20 Prozent
  • Durch Sehen: 30 Prozent
  • Durch Hören und Sehen: 50 Prozent+
  • Durch eigenständiges Erklären: 70 Prozent
  • Durch eigenes Tun: 90 Prozent

An allen Lernvorgängen sollten daher möglichst viele Sinnesorgane und damit

Eingangskanäle beteiligt sein. Benutzen wir also unsere Augen, unsere Sprache, hören gleichzeitig das Gesprochene, machen noch eine Handbewegung dazu, dann kann das Gehirn das zu Lernende besser vernetzen.

Versuche also möglichst viele Sinne beim Lernen zu integrieren.

Baue dir Eselsbrücken

Auch hier baust du dir wieder eine Geschichte. Und diesmal gilt wieder. Je verrückter, desto besser. Diese Technik ist z.B. beim Merken von Namen sehr hilfreich. Nimm doch mal meinen Namen. LASSLOP.

Wenn du mich zum Beispiel beim Tennis kennen lernst. Kannst du an spiel denken und sagen: „Lass, lop (Ball hoch ins Feld spielen) ihn doch!“ Und wenn du dir dieses Bild gut vor Augen führst, wirst du es dir noch besser merken können.

Sei kreativ und denke dir für jeden Namen eine kleine Geschichte aus. Fang doch gleich mit deinem Namen mal an. 😊

Ein anderes Beispiel für eine Eselsbrücke sind die Himmelsrichtungen: „Nie Ohne Seife Waschen“ – NOSW. Im Uhrzeigersinn, oben Norden, rechts Osten, unten Süden, links Westen.

Lass deiner Faszination freien Raum!

Du siehst wie einfach und doch wirkungsvoll vernetztes Lernen sein kann. Nutze in der Schule, in der Uni und für den Rest deines Lebens. Du wirst merken, je öfter du es anwendest, um so einfacher wird es. Eine Fähigkeit, die dir dein Leben lang helfen wird!

 

Schreib mir wir wie es dir damit ergeht. Ich bin gespannt.

 

Nutze die Macht deiner Gedanken.

Dein Michael 🙂

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