Ziele erreichen mit S.M.A.R.T.

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Jeder Mensch setzt sich in seinem Leben Ziele. Ziele treiben uns an. Sie bringen uns dazu in der Früh aufzustehen, in die Arbeit, Schule oder Universität zu gehen und uns mit etwas zu beschäftigen. Ziele können dabei ganz unterschiedlich sein. Beispiele für können sein:

  • genug Geld verdienen
  • eine Sprache erlernen
  • eine Fähigkeit meistern
  • einen Traum verwirklichen

Ziele können dabei langfristig, mittelfristig aber kurzfristig erreichbar sein. Es können unsere eigenen Ziele sein, aber auch welche, die uns anderen Menschen auferlegt haben.

A Goal without a Plan is just a Wish!

Antoine de Saint-Exupéry

Ziele erreichen – eine Frage der Vergangenheit?

Unabhängig davon, woher sie kommen und wie sie aussehen. Manche Menschen erreichen ihre Ziele einfacher und schneller als andere Menschen. Wieder andere erreichen ihre Ziele überhaupt nicht und werden dadurch unglücklich. Aber woran liegt das? Sind es die Menschen? Die Umstände? Die Vergangenheit? – Meiner Erfahrung nach zum Teil ja. Das größte Problem liegt aber in der Zieldefinition.

Meistens gibt es gar keine wirkliche Definition. Man möchte eben reich werden, ein tolles Leben haben oder erfolgreich sein. Und wenn Ziele definiert wurden, dann oft leider auch ohne einen Plan. Dann heißt es z.B. ich möchte Millionär werden. Ich möchte eine Führungsposition in meinem Unternehmen einnehmen. Aber auch hier fehlen einige wichtige Überlegungen.

Ziele mit S.M.A.R.T. formulieren

Um seine Ziele zu erreichen ist es wichtig diese zu formulieren – korrekt zu formulieren. Es reicht nicht, einfach nur zu sagen, ich möchte erfolgreich sein, reich sein oder sonst etwas. Bei einer solchen Definition wird man nie wissen, wann man sein Ziel erreicht hat und vor allem, was man machen muss, um es zu erreichen.

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten Ziele zu definieren. Eine der bekanntesten Zieldefinitionssysteme nennt sich S.M.A.R.T.

S.M.A.R.T ist ein Akronym für:

Spezifisch

Messbar

Attraktiv

Realistisch

Terminiert

Ein Ziel, dass nach diesen Kriterien definiert ist, wird eher erreicht, als eines ohne diese Definition. Zum einen nimmt man sich die Zeit und beschäftigt sich aktiv mit seinem Ziel. Zum anderen, definiert man die Erfolgsfaktoren für die Zielerreichung.

Wie sieht das aber genau aus? Nehmen wir das Beispiel wohnen in einem Haus und nutzen den S.M.A.R.T.-Ansatz.

Spezifisch:
Das zu erreichende Ziel sollte so genau und konkret wie möglich formuliert sein. Es reicht nicht nur ein Haus haben zu wollen. Definiere wie groß das Haus sein soll. Ist es dein eigenes oder ein gemietetes Haus. Wie viele Zimmer es hat usw.?

Messbar:

Das Ziel sollte eine messbare Einheit besitzen. Dies kann z.B. eine Geldeinheit oder auch ein m2 für eine Wohnung / Haus sein. Wichtig ist nur, dass es quantifizierbar ist. Du musst es messen können.

Attraktiv:

Das Ziel sollte auch anziehend, verlockend und erstrebenswert sein. Ansonsten kann es sein, dass zu wenig Energie auf dem Ziel liegt und du entsprechend keinen Fokus darauflegst. Dies ist gerade bei Zielen ein Problem, welches von außen diktiert wird. Das bedeutet:

Wie sieht das Haus aus? Stelle es dir im Geiste vor. Wo ist das Wohnzimmer? Wo das Bad? Wie sieht der Garten aus? Es ist auch wichtig zu verstehen warum du das Ziel erreichen möchtest. Welche Auswirkung hat das Erreichen des Ziels. Je besser du dein Ziel visualisieren kannst, umso einfacher wird die Erfüllung dieses Zieles

Realistisch:

Wichtig ist zu erkennen, ob das Ziel realistisch ist. Ein 35-jähriger wird es kaum noch zum Fußball-Profi schaffen. Egal wieviel er trainiert. Genauso muss überprüft werden, ob man für die Zielerreichung die Hilfe anderer Personen benötigt. Dies zu wissen kann a) hilfreich sein, da man nun weiß, wen man um Hilfe bitten kann und b) muss man einplanen, ob diese Person ein Auslöser für einen Misserfolg sein kann. Selbst wenn man selber alles richtiggemacht hat, kann das Ziel durch die fehlende Leistung der anderen Person evtl. nicht erreicht werden. Ziele sollte möglichst ohne die Notwendigkeit anderer fixen externen Person definiert werden.

Wenn du gerade kein Geld hast, ist es eher unrealistisch, wenn du dir das Ziel setzt nächste Woche ein Haus zu besitzen.

Es kann auch problematisch werden, wenn du das Haus von einem ganz bestimmten Architekten haben möchte. Wenn dieser keine Zeit hat, dann ist das Ziel in Gefahr.

Genauso sollte darauf geachtet werden, dass der Wunsch nicht zu groß ist. Vielleicht kann dieser in Unterschritte untergliedert werden und somit realisiert werden.

Terminiert:

Ebenso wichtig ist es ein fixes Enddatum zu setzen. Ansonsten hat das Ziel keine Priorität und wird immer hinter anderen Problemen hintenangestellt.

Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. In dem du dir einen fixen Zeitpunkt zur Erfüllung setzt, hast du ein wirkliches Ziel. Ohne diesen Zeitpunkt bleibt es ein Traum der evtl. in Erfüllung geht, aber wahrscheinlich eher nicht. Durch das Timing hast du aber ein konkretes Datum, auf welches du hinarbeiten kannst und wirst.

Dieser Punkt ist für mich einer der Wichtigsten. Aber auch hier gilt natürlich wieder: Realistisch bleiben!

Erreiche deine Ziele mit S.M.A.R.T.

Du hast jetzt einen guten Überblick über die Zieldefinition mit S.M.A.R.T. erhalten. Jetzt geht es darum, es auch umzusetzen.

Lade dir mein Worksheet herunter, nimm dir ein paar Minuten Zeit und fixiere gleich dein erstes Ziel.

Download Worksheet: S.M.A.R.T.

Viel Erfolg und schreibe mir gerne über deine Erfahrungen. Ich bin gespannt.

Nutze die Macht deiner Gedanken.

Dein Michael 🙂

Verhaltensflexibilität durch Flex Control

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Wer kennt nicht eines dieser Probleme?

Man sitzt abends vor dem Fernseher und bekommt Lust etwas zu naschen. Das kann Schokolade sein, Chips oder auch etwas anderes. Aber auf jeden Fall etwas „Ungesundes“. Dabei wollte man doch eigentlich weniger davon essen?

Oder

Raucherpausen in der Arbeitszeit. Man wollte doch weniger rauchen…

Oder

Regelmäßige Kaffeepausen in der Arbeit. Kann auf die Dauer ganz schön teuer werden (zumindest, wenn der Kaffen nicht kostenlos ist). 😉

 

Ich selber esse immer gerne etwas Süßes am Nachmittag in der Arbeit. Oder habe es getan. In meiner Ausbildung zum Personal und Business Coach bin ich auf eine sehr coole Methode gestoßen.

Die Technik: Flex Control

Diese Techniken erlaubt es einem mehr Flexibilität im Alltag zu erlangen. Die Idee dabei ist es, die positive Absicht hinter dem eigenen Verhalten zu suchen und diese mit alternativen Optionen zu befriedigen. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, das alte Verhalten komplett zu streichen, sondern zusätzliche Alternativen zu etablieren. Somit könnt ihr selber entscheiden, welches Verhalten ihr zeigen wollt.

Wie das funktioniert zeige ich euch an meinem Beispiel: Süßigkeiten an Nachmittag in der Arbeit

 

Die positive Absicht hinter dem „negativen“ Verhalten analysieren

Ich habe Süßigkeiten gegessen, um mich zu belohnen. Durch Zucker wird im Gehirn das Belohnungssystem angeregt, ähnlich wie bei Drogen. Der Botenstoff Dopamin löst ein Wohlgefühl aus und führt zu dem Wunsch, sich erneut so zu fühlen.

Zusätzlich benötigt das Gehirn Zucker und Fett, um zu funktionieren. Der Zucker in Süßigkeiten ist da eher hinderlich und führt nicht zu einem Leistungsanstieg, sondern zu einem Leistungsabfall.

Meine beiden positiven Absichten waren also A) Belohnung und B) Energie für mein Gehirn

 

3 Alternativen suchen, die die positive Absicht befriedigen

Bei diesem Schritt ist es in erste Linie wichtig, Alternativen zu finden, die auch echte Alternativen sind. Wenn man innerlich etwas Negatives dagegen spürt, dann ist es keine echte Alternative. Hier muss man in sich reinspüren und ehrlich mit sich sein.

Um das erste positive Absicht Belohnung zu befriedigen, habe ich mich hingesetzt und überlegt – Wie kann ich mich belohnen? Eine Alternative war: Kaffee trinken gehen. Gute Möglichkeit, aber zu teuer. Zweite Möglichkeit war: draußen kurz frische Luft schnappen. Diese Idee fand ich gut. Also erste Alternative gefunden. CHECK!

Ich habe mich auch hingesetzt und recherchiert, welche Lebensmittel sind gesund und geben dem Gehirn gleichzeitig Energie. Beeren sollen eine gute Energiequelle für das Gehirn sein. Uns süß sind sie auch noch. Also eine weitere tolle Alternative. CHECK! Nüsse sollen ebenfalls beim denken unterstützen. Besonders Wallnüsse beugen Konzentrationsschwäche und vor und lindern Nervosität. Klingt interessant. Werde ich mal ausprobieren. Die dritte Alternative ist gefunden. CHECK!

 

Ich habe nun drei Alternativen gefunden:

  • Frische Luft schnappen
  • Beeren essen
  • Wallnüsse essen.

 

Alternativen verankern

Im letzten Schritt geht es darum, die Alternativen im eigenen Verhalten zu verankern. Dazu macht man sich einen Plan und sollte diesen mindesten zwei Wochen durchziehen. In diesen zwei Wochen sollte man möglichst nicht das alte Verhalten wiederholen. In meinem Fall habe ich die drei Alternativen auf die 10 Arbeitstage verteilt und jeden Tag abgewechselt.

Mittlerweile esse ich auch ganz selten mal ein paar wenige Süßigkeiten am Nachmittag. Es hat sich aber sehr stark reduziert. Dafür habe ich jetzt genügend Handlungsalternativen, die meine positiven Absicht befriedigen.

 

Flex Control lässt sich für praktisch jede Art der Verhaltensflexibilität einsetzen. Sei es essen, rauchen oder andere Dinge. Wenn man die positiven Absichten dahinter erkannt hat, kann man meist sehr gute Alternativen dafür finden.

 

Ich würde mich freuen, wenn du mir deine Erfahrungen mit der Technik Ressource Control mitteilst. Gerne per E-Mail oder einer Nachricht auf Facebook oder Instagram.